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Expertenwissen & Antworten

Transparenz ist der erste Schritt zur Perfektion. Hier erklären wir, wie wir arbeiten und was Sie beachten sollten.

1. Termine & Organisation

Wie viel Vorlaufzeit benötigen Sie für einen Termin? +
Das hängt von der Saison ab. Im Frühjahr und Sommer sind wir oft 3–4 Wochen im Voraus ausgebucht. Für den Herbst/Winter reichen oft 1–2 Wochen. Bei Notfällen (z.B. Erbrochenes im Auto oder Leasingrückgabe morgen) rufen Sie bitte direkt an – wir finden eine Lösung.
Wie lange dauert eine Aufbereitung? +
Qualität braucht Zeit. Wir machen kein "Schnell-Drüber-Wischen".
Innenreinigung: ca. 3-4 Stunden (je nach Aufwand)
Lackpolitur: 2–3 Stunden
Lackkorrektur: 4-7 Stunden
Keramikversiegelung: 1-2 Tage (inkl. Trocknungszeit)
Wir geben Ihnen bei Abgabe eine genaue Einschätzung.
Muss ich den Termin absagen, wenn mir was dazwischen kommt? +
Bitte sagen Sie Termine mindestens 24 Stunden vorher ab. Da wir für jedes Auto feste Zeitfenster blockieren und Personal einplanen, müssen wir bei Nichterscheinen oder zu später Absage eine Ausfallgebühr berechnen (siehe AGB).

2. Lack, Keramik & Technik

Was passiert beim Polieren eigentlich genau? +
Politur ist ein abrasives (schleifendes) Verfahren. Stellen Sie es sich wie ein Hautpeeling vor:
Wir tragen mikroskopisch kleine Mengen des beschädigten, "toten" Klarlacks ab. Dadurch werden Unebenheiten (die als Kratzer sichtbar sind) geglättet. Das Ergebnis ist eine physikalisch glatte Oberfläche, die das Licht wieder perfekt reflektiert – das nennen wir Tiefenglanz.
Wie oft kann ich mein Auto polieren lassen? +
Der Klarlack eines modernen Autos ist oft dünner als ein Blatt Papier. Deshalb arbeiten wir so schonend wie möglich. Eine leichte Hochglanzpolitur (Finish) kann man oft durchführen. Eine schwere Defektkorrektur (Cutting) sollte man nur machen, wenn es wirklich nötig ist.
Wir messen vor jeder Arbeit die Lackdicke, um sicherzustellen, dass genügend Material vorhanden ist.
Ist eine Aufbereitung vor der Leasing-Rückgabe sinnvoll? +
Absolut. Gutachter bei der Rückgabe berechnen für jeden Kratzer oft hohe Pauschalen oder Lackierkosten.
Eine professionelle Politur kostet meist nur einen Bruchteil dieser Nachzahlungen. Wir wissen genau, worauf Prüfer achten, und bereiten den Wagen so vor, dass die Rückgabe stressfrei verläuft.
Gehen wirklich alle Kratzer raus? +
Wir arbeiten bis an die physikalischen Grenzen des Klarlacks. Wir entfernen ca. 95% der Defekte.
Die Faustregel: Wenn Sie mit dem Fingernagel im Kratzer hängenbleiben, ist er meist zu tief für eine Politur (hier hilft nur Lackieren). Alles andere machen wir quasi unsichtbar.
Unterschied: Politur vs. Lackreiniger vs. Versiegelung? +
Lackreiniger (Pre-Cleaner): Reinigt chemisch. Entfernt alte Wachsreste und Fette, aber keine Kratzer.
Politur: Arbeitet mechanisch. Entfernt Kratzer durch Schleifpartikel.
Versiegelung (Wachs/Keramik): Schützt das Ergebnis. Sie macht den Lack nicht glatter, sondern "konserviert" den Zustand nach dem Polieren.
Arbeiten Sie mit Exzenter- oder Rotationsmaschinen? +
Wir nutzen beides, je nach Lackzustand.
Die Rotationsmaschine nutzen wir für den ersten groben Durchgang bei tiefen Defekten (Cut).
Die Exzentermaschine nutzen wir für das Finish, da sie hologrammfrei arbeitet und den ultimativen Hochglanz erzeugt. An engen Stellen (Türgriffe, Leisten) arbeiten wir mit Mini-Poliermaschinen oder von Hand.
Muss der Lack vor einer Keramikversiegelung poliert werden? +
Ja, zwingend. Eine Keramik ist wie eine Lupe: Sie verstärkt die Optik des Untergrunds.
Wenn wir Kratzer nicht vorher entfernen, werden diese "mitversiegelt" und sind dauerhaft sichtbar. Nur ein perfekt polierter Lack bietet die Basis für die maximale Standzeit der Keramik.
Kann man Politur auf einer Keramikversiegelung anwenden? +
Nein. Wenn Sie eine Keramikbeschichtung polieren, tragen Sie diese ab.
Polieren ist der Weg, um eine alte Versiegelung zu entfernen, wenn man sie erneuern möchte. Um den Glanz einer bestehenden Keramik aufzufrischen, nutzen wir spezielle pH-neutrale Reiniger oder "Topper", aber keine Schleifpaste.

3. Pflege danach (Aftercare)

Darf ich mit Keramikversiegelung in die Waschanlage? +
Technisch ja, da die Schicht chemie-resistent ist. Wir empfehlen es aber NICHT.
Textil- und Bürstenanlagen erzeugen "Swirls" (feine Kratzer) auf der Oberfläche. Das mindert den Glanz. Wer sein Investment schützen will, wäscht per Hand (wir zeigen Ihnen gerne, wie einfach das mit einer Versiegelung geht!).
Was passiert, wenn ich die Pflege vernachlässige? +
Die Keramik bleibt zwar vorhanden, verliert aber schneller ihren Abperl-Effekt und ihre Schutzwirkung. Regelmäßige, schonende Pflege sorgt dafür, dass die Versiegelung über Jahre hinweg optimal funktioniert.
Wie oft sollte ich mein Fahrzeug waschen? +
Dank der schmutzabweisenden Wirkung der Keramikversiegelung ist häufiges Waschen nicht nötig. In der Regel reicht eine gründliche Handwäsche alle 2–4 Wochen völlig aus.
Wichtig: Jede Handwäsche bedeutet mechanischen Kontakt mit dem Lack. Weniger Waschen schont daher sowohl den Lack als auch die Versiegelung.

Ist das Fahrzeug zwischendurch sichtbar verschmutzt, kann es jederzeit einfach mit klarem Wasser abgespritzt werden – ganz ohne Waschhandschuh oder Chemie. Durch den starken Abperl-Effekt der Keramik löst sich der Schmutz meist von selbst und der Wagen ist danach wieder sauber.
Warum ist Vogelkot so gefährlich? +
Vogelkot enthält Pankreatin (ein Verdauungsenzym) und Säure. In der Sonne brennt sich diese Mischung innerhalb von Minuten tief in den Klarlack. Das führt zu Verätzungen, die man oft nur noch herausschleifen kann. Tipp: Immer sofort mit Wasser und einem weichen Tuch entfernen, nicht reiben!

4. Allgemeines

Muss ich mein Auto vorher ausräumen? +
Ja, bitte! Für eine gründliche Innenraumreinigung müssen wir überall hinkommen. Bitte entfernen Sie Kindersitze, Regenschirme, Wertsachen und Müll vor der Abgabe.
Sollten wir das Fahrzeug erst ausräumen müssen, berechnen wir den Mehraufwand nach Zeit.
Warum stehen keine Festpreise auf der Website? +
Jedes Auto ist anders. Ein gepflegter Garagenwagen macht weniger Arbeit als ein "Baustellen-Fahrzeug" oder ein "Hunde-Auto".
Wir nennen faire "Ab-Preise". Den finalen Preis fixieren wir, nachdem wir das Fahrzeug begutachtet haben. So zahlen Sie nur das, was wirklich nötig ist.

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