Ein weißer Krater auf der schwarzen Motorhaube sieht nicht nur schlimm aus, er ist auch der Startpunkt für Rost. Die meisten nutzen Lackstifte falsch und machen aus einem kleinen Punkt einen riesigen Fleck.
1. Die Ausrüstung
Wirf den Pinsel weg, der beim Lackstift dabei ist! Er ist viel zu groß und grob.
- Original Lackstift: Basislack (Farbe) und Klarlack. Unbedingt Farbcode prüfen!
- Zahnstocher oder Lacktupfer: Für mikroskopisch genaues Arbeiten.
- Isopropanol (Entfetter): Damit der Lack hält.
- Optional: Nassschleifpapier (2000/3000) für das perfekte Finish.
2. Vorbereitung
Der Krater muss absolut sauber und fettfrei sein. Reinige die Stelle mit Isopropanol. Wenn du schon Rost siehst (brauner Punkt), musst du diesen erst vorsichtig mit einem Glasfaserstift oder einer Nadel auskratzen.
Gib einen Tropfen Lack auf ein Stück Pappe. Tauche die Spitze des Zahnstochers hinein. Jetzt tupfst du den Lack ganz vorsichtig in den Steinschlag. Nicht malen! Der Lack fließt von selbst in das Loch.
3. Schichten aufbauen
Geduld ist der Schlüssel. Fülle das Loch nicht auf einmal.
1. Schicht Basislack (Farbe) -> 20 Min trocknen.
2. Schicht Basislack (falls nötig) -> 20 Min trocknen.
3. Schicht Klarlack -> 24h trocknen.
Ziel: Der Lacktropfen sollte am Ende winzig klein überstehen (wie ein kleiner Hügel).
4. Das Finish (Plan schleifen)
Jetzt hast du einen kleinen Lack-Pickel. Profis schleifen diesen nun nass mit 2000er/3000er Papier plan, bis er eine Ebene mit dem Restlack bildet. Danach wird die matte Schleifstelle auf Hochglanz poliert.
Warnung: Wer hier zu viel schleift, ruiniert den Lack drumherum!
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